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Ergotherapie bei Morbus Parkinson

Das Ziel der Ergotherapie ist es, Alltagsfähigkeiten von Patient:innen, die durch die Parkinson-Erkrankung eingeschränkt sind, zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Neben körperlichen Funktionen kann durch die Ergotherapie bei Bedarf aber auch die geistige Leistungsfähigkeit gefördert werden. Allgemein hilft die Ergotherapie Parkinson-Betroffenen dabei, sich selbst besser versorgen zu können und länger unabhängig zu leben.

Besonders wichtig sind ergotherapeutische Maßnahmen beispielsweise für Erkrankte, die noch einen Beruf ausüben – hier kann die Ergotherapie durch gezielte arbeitsplatz- und berufsbezogene Trainings dazu beitragen, die berufliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Training der Feinmotorik und anderer Fähigkeiten

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Neben einem Training der feinmotorischen Fähigkeiten, wie zum Beispiel dem Schreiben mit der Hand, sind auch Aufmerksamkeits- und Gedächtnisübungen Teil einer Ergotherapie. Zusätzlich lernen die Patient:innen, spezielle Hilfsmittel einzusetzen, um Probleme des Alltags besser zu bewältigen. So können zum Beispiel Strumpfanzieher oder Knöpfhilfen Betroffenen dabei helfen, sich weiterhin selbstständig anzuziehen. Ergotherapeutische Maßnahmen können aber auch bedeuten, dass die Wohnsituation optimiert wird – durch individuelle Anpassungen der Wohnung kann es gelingen, die Selbstständigkeit der Patient:innen zu verbessern und es ihnen damit zu ermöglichen, so lange wie möglich eigenständig zu leben.

Freizeitaktivitäten, wie Malen oder Bastelarbeiten, stellen wichtige ergotherapeutische Maßnahmen dar: Sie trainieren die manuellen Fähigkeiten und bereiten zudem Spaß. Vor allem in jüngerer Zeit kommen in der Ergotherapie zunehmend auch spezielle Computerprogramme zum Einsatz, die unter anderem die Gedächtnisleistung von Parkinson-Patient:innen unterstützen.

Häufig bieten Ergotherapeut:innen auch eine Angehörigenberatung an. Dabei werden die Angehörigen der Patient:innen oder die betreuenden Personen in die Behandlung mit einbezogen und erhalten so ein besseres Verständnis der Parkinson-Erkrankung und der Therapiemöglichkeiten.

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Letzte Aktualisierung: Juni 2022