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L-Dopa-Medikamente und Nahrungseiweiß

Eiweiß (Protein) ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Zum einen dient Eiweiß als „Sattmacher“, zum anderen liefert Eiweiß aus der Nahrung aber auch wichtige Bausteine für das Nervensystem und die Muskeln. Hochwertiges Eiweiß – ob aus tierischen oder pflanzlichen Quellen – ist daher für die Gesundheit und das Wohlbefinden sehr wichtig.

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Parkinson-Patient:innen, die das Parkinson-Medikament L-Dopa (Levodopa) in Form von Tabletten oder Kapseln einnehmen, müssen beim Verzehr eiweißreicher Lebensmittel jedoch einige Punkte beachten. Der Hintergrund: Eiweiß kann die Aufnahme von L-Dopa in den Körper stören.

L-Dopa wird über die gleichen Transportsysteme wie das Eiweiß aus der Nahrung aufgenommen und steht somit „in Konkurrenz“ zur Eiweißaufnahme: Vergleichbar mit einer Drehtür kann immer nur eine bestimmte Menge an Nahrungseiweiß oder L-Dopa pro Zeiteinheit aus dem Darm ins Blut gelangen. Insbesondere sehr eiweißreiche Mahlzeiten – zum Beispiel mit viel Fleisch oder Fisch ‒ können daher die Aufnahme von L-Dopa stören, wodurch die Wirksamkeit herabgesetzt wird.

Was muss bei der L-Dopa-Einnahme berücksichtigt werden?

Um zu verhindern, dass eiweißreiche Mahlzeiten die Wirkung der L-Dopa-Medikamente verringern, wird empfohlen, L-Dopa etwa eine halbe Stunde vor oder eine Stunde nach dem Essen einzunehmen. Genaue Informationen zur Einnahme von L-Dopa finden Parkinson-Patient:innen auch in der Gebrauchsinformation („Beipackzettel“) des Medikaments, das ihnen verschrieben wurde. Keinesfalls sollten Betroffene, die L-Dopa einnehmen, auf eiweißhaltige Nahrung verzichten – im Regelfall reicht es aus, die tägliche Menge an Nahrungseiweiß über den Tag verteilt zu sich zu nehmen.

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Letzte Aktualisierung: Juni 2022