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Verlauf der Parkinson-Erkrankung

Morbus Parkinson ist eine Erkrankung, die stetig voranschreitet und deren individueller Verlauf nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden kann. Zwar können moderne medikamentöse Parkinson-Therapien das Fortschreiten der Erkrankung nicht aufhalten, jedoch lassen sich Komplikationen im Krankheitsverlauf mindern und die Pflegeabhängigkeit hinauszögern.

Experteninterview:
„Wie ist der Verlauf der Erkrankung?“

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Experteninterview:
„Wie ist der Verlauf der Erkrankung?“

Video-Beitrag von Dr. med. Michael Lorrain, Facharzt für Nervenheilkunde

Der Krankheitsverlauf bei Morbus Parkinson ist immer individuell: Wie sich die Erkrankung entwickelt, lässt sich anhand von Symptomen, Geschlecht oder Alter nicht vorhersagen. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung zu verlangsamen.

Rechtzeitige Therapie ist wichtig

Wird die Behandlung rechtzeitig und wirkungsvoll eingeleitet, dann können Parkinson-Patienten ihr Leben in der Regel jahrelang ohne wesentliche Einschränkungen fortführen.

Trotz der enormen medizinischen Fortschritte in den letzten Jahren bleibt Morbus Parkinson eine nicht heilbare, langsam voranschreitende Erkrankung. Die ersten bewegungsbezogenen Anzeichen von Morbus Parkinson können Schwierigkeiten bei der Ausübung von Alltagsaktivitäten sein, wie Ankleiden, Zuknöpfen, Schnürsenkel binden, Zähneputzen oder Rasieren. Meistens ist die Störung zunächst auf eine Körperhälfte beschränkt. Manche Patienten ziehen ein Bein oder einen Fuß leicht nach. Bei über der Hälfte der Patienten ist das leichte Zittern der Hände das erste und auffallendste Symptom.

Im Laufe der Zeit nehmen die Bewegungsstörungen zu und können auf beiden Körperhälften auftreten. Die Schritte werden kleiner und Gang- sowie Gleichgewichtsstörungen kommen hinzu. Der Patient hat Schwierigkeiten beim Passieren von vermeintlichen Engstellen, wie Türen. Die Steifheit der rumpfnahen Muskulatur kann zu einer leicht gebeugten Körperhaltung führen. Weitere typische Beschwerden sind Schluckstörungen, eine leisere, monotonere Sprache sowie eine verarmte Mimik.

Dank der modernen Parkinson-Medikamente lassen sich die Symptome in der Regel lange Zeit, manchmal über Jahrzehnte, sehr gut kontrollieren, was ein nahezu unbehindertes Leben ermöglicht. Allerdings müssen die Medikamente durch den fortschreitenden Verlauf immer wieder neu angepasst und eingestellt werden.