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Was ist Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson – oder auch das Parkinson-Syndrom – ist eine der bekanntesten und häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Ihren Namen verdankt sie dem britischen Arzt James Parkinson, der im Jahr 1817 die typischen Symptome der Erkrankung zum ersten Mal ausführlich beschrieb.

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Kleines Lexikon für Parkinson-Patient:innen
In der Auseinandersetzung mit der Parkinson-Erkrankung begegnen Parkinson-Patient:innen und ihre Angehörigen vielen Fremdwörtern. Eine Übersicht über die wichtigsten (medizinischen) Fachbegriffe bietet unser umfassendes Parkinson-Lexikon, das kontinuierlich ergänzt wird.

Parkinson-Lexikon

Verschiedene Namen, eine Krankheit

Nervenkrankheit_Morbus_Parkinson

Für die Form der Parkinson-Erkrankung, die Thema dieser Webseite ist, werden im deutschsprachigen Raum verschiedene Begriffe verwendet, die aber dieselbe Bedeutung besitzen:

  • Morbus Parkinson (Morbus = lateinisch für Krankheit)
  • Parkinson-Krankheit
  • Idiopathisches Parkinson-Syndrom (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache)
  • Primäres Parkinson-Syndrom

Experten-Interview:
„Was ist Morbus Parkinson?“

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Video-Beitrag von Dr. med. Michael Lorrain, Facharzt für Nervenheilkunde

Morbus Parkinson ist eine Erkrankung, bei der in bestimmten Bereichen des Gehirns Stoffe nicht mehr gebildet werden, die für die Steuerung der Bewegung zuständig sind. Bei Morbus Parkinson handelt sich um eine Erkrankung, die grundsätzlich jeden Menschen betreffen kann, allerdings erkranken vor allem Menschen jenseits des 60. Lebenjahres.

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Eine langsam fortschreitende Erkrankung

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem den Gehirnbereich der Substantia nigra
(= Schwarze Substanz) – die Bewegungszentrale im unserem Gehirn – betrifft. In der Substantia nigra kommt es durch das Absterben bestimmter Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin. Bei Dopamin handelt es sich um einen wichtigen Botenstoff im menschlichen Körper – so hilft Dopamin zum Beispiel dabei, Bewegungen zu steuern. Bewegungsstörungen gehören daher auch zu den typischen und für die Diagnose wichtigen Hauptsymptomen der Parkinson-Erkrankung.

Erst seit kurzem weiß man, dass bei Morbus Parkinson außer dem Gehirn auch andere Teile des Nervensystems von der Krankheit betroffen sind. So verfügt zum Beispiel der Magen-Darm-Trakt über viele Nervenzellen, deren Aufgabe es ist, die Verdauung zu steuern. Bei Parkinson-Patient:innen kann es bereits in frühen Stadien auch zu krankheitsbedingten Veränderungen an diesen Magen-Darm-Nerven kommen – zum Teil sogar vor dem Auftreten der typischen Bewegungsstörungen. Durch die Schädigung der Magen-Darm-Nerven lassen sich viele weitere Symptome erklären, die bei der Parkinson-Erkrankung auftreten, wie beispielsweise Verdauungsstörungen.

Obwohl eine Heilung bislang nicht möglich ist, gehört Morbus Parkinson heute zu den gut behandelbaren neurologischen Erkrankungen. Bei vielen Patient:innen können die Parkinson-Symptome über eine lange Zeit wirksam gelindert werden, sodass ihnen ein ein aktives und selbstbestimmtes Leben weiterhin möglich ist.

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Letzte Aktualisierung: Juni 2022