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Gesunde und ausgewogene Ernährung bei RLS

Eine ausgewogene Ernährung hält gesund und fördert Leistung und Wohlbefinden – dies gilt auch für Menschen mit dem Restless Legs Syndrom. Eine spezielle Diät für RLS-Patient:innen gibt es zwar nicht, aber dennoch können RLS-Patient:innen etwas für ihre Gesundheit tun, indem sie einige Tipps zur Ernährung beachten.

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Eisenmangel vorbeugen

Eisenmangel ist ein häufiges Phänomen und tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Besonders gefährdet sind dabei Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit oder Frauen mit sehr starken Regelblutungen. Aber auch Leistungssportler:innen und Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sind oft nicht ausreichend mit Eisen versorgt.

Es ist seit Langem bekannt, dass Eisenmangel RLS-Symptome verstärken oder sogar auslösen kann. Darüber hinaus kann Eisenmangel das Risiko einer Augmentation erhöhen, der wichtigsten Komplikation bei einer RLS-Behandlung mit L-Dopa oder einem Dopaminagonisten. Daher ist es für RLS-Patient:innen besonders wichtig, auf eine optimale Eisenversorgung und Eisenaufnahme aus der Nahrung zu achten.

Allgemein wird pflanzliches Eisen vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als Eisen aus tierischer Nahrung; Fleisch ist daher ein besonders guter Eisenlieferant. Vitamin C – zum Beispiel aus Orangensaft – kann die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln unterstützen. Da Eisenpräparate die Gefahr einer übermäßigen Eisenzufuhr bergen, sollten sie nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Stoffe, die die Eisenaufnahme stören, sollten RLS-Patient:innen bei einem bestehenden Eisenmangel nach Möglichkeit vermeiden. Hierzu zählen zum Beispiel Polyphenole, die unter anderem in Tee, Rotwein und Kaffee vorkommen, oder Phytinsäure, die in Vollkornprodukten, Reis, Soja und Hülsenfrüchten enthalten ist.

Diese Lebensmittel enthalten viel Eisen

Lebensmittel Durchschnittlicher Eisengehalt pro 100 g
Schweineleber 18 mg
Weizenkleie 16 mg
Leinsamen 8,2 mg
Weizenkeime 7,95 mg
Kalbsleber 7,9 mg
Linsen 7,5 mg
Pfifferlinge 6,5 mg
weiße Bohnen 6,17 mg
Sardellen 4,9 mg

Verzichten Sie auf RLS-verstärkende Nahrungs- und Genussmittel

Von einigen Substanzen ist bekannt, dass sie RLS-Beschwerden auslösen oder verstärken können. Daher sollten RLS-Patient:innen versuchsweise einige Wochen auf Lebensmittel verzichten, die diese Bestandteile enthalten, um zu testen, ob sich die Beschwerden dadurch verbessern. Zu diesen Lebens- und Genussmitteln beziehungsweise Zusatzstoffen gehören unter anderem:

  • Kaffee
  • Zigaretten
  • Alkohol
  • Schokolade
  • schwarzer Tee
  • Mate-Tee
  • Cola
  • Süßstoff (Saccharin)

Ernährung und Schlaf

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Besonders für RLS-Patient:innen ist es wichtig, auf einen erholsamen Schlaf zu achten. Ein übermäßig voller Magen oder Hunger können sich negativ auf den Schlaf auswirken und zu einer unruhigen Nacht führen. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, können Sie folgende Hinweise beachten:

  • am Abend nur leicht verdauliche Lebensmittel und kleine Portionen essen
  • die letzte Mahlzeit einige Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen und nächtliche Mahlzeiten vermeiden
  • Nahrungsmittel, die viel L-Tryptophan enthalten (zum Beispiel Milch, Quark, Käse, Bananen und Nüsse), wirken schlaffördernd.
  • Konservierungsstoffe und bestimmte Süßungsmittel (Saccharin) können sich ungünstig auf die RLS-Beschwerden auswirken.
  • Auf koffeinhaltige und anregende Getränke sollte verzichtet werden (Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Energy-Drinks).
  • Alkohol und Tabak sollten vermieden werden.

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Letzte Aktualisierung: Juni 2022