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Diagnose des Restless Legs Syndroms

Die Diagnose „Restless Legs Syndrom“ wird anhand der typischen Krankheitszeichen und Beschwerden gestellt. Erster Schritt auf dem Weg zur richtigen Diagnose ist ein ausführliches Gespräch zwischen Patient:in und ärztlichem Fachpersonal. Eine genaue Beschreibung der Beschwerden durch die Betroffenen ist dabei sehr wichtig; sie hilft dem ärztlichen Fachpersonal, die richtige Diagnose zu stellen und das Restless Legs Syndrom von anderen Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können, zu unterscheiden. Für die Diagnose des Restless Legs Syndroms müssen insgesamt vier Kriterien – die sogenannten essenziellen Diagnosekriterien – erfüllt sein.

Unterschiedliche Untersuchungsmethoden

Zusätzlich zu dem ärztlichen Gespräch können verschiedene körperliche Untersuchungen durchgeführt werden: So wird zum Beispiel mithilfe neurologischer Tests die Funktion des Nervensystems überprüft; mit Blutuntersuchungen werden die Eisenwerte und die Nierenfunktion kontrolliert. Diese zusätzlichen Untersuchungen können die Diagnose eines Restless Legs Syndroms unterstützen.

Die eigenen Empfindungen richtig beschreiben

Häufig fällt es Betroffenen schwer, die richtigen Worte zu finden, um ihre Beschwerden und Empfindungen genau zu beschreiben. Außerdem stellen viele Betroffene die Schlafstörungen, die sich durch das RLS ergeben, als Anlass für den Besuch in der ärztlichen Praxis in den Vordergrund und vernachlässigen dabei die eigentlichen RLS-Symptome. Mithilfe unserer Checkliste "Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch" können Sie sich auf Ihren Praxisbesuch vorbereiten und das ärztliche Gespräch aktiv mitgestalten.

RLS-Diagnosekriterien: Vier Kriterien für eine gesicherte Diagnose

Um ein Restless Legs Syndrom sicher diagnostizieren zu können, müssen die vier sogenannten essenziellen Diagnosekriterien erfüllt sein:

  • Bewegungsdrang der Beine, häufig begleitet von oder verursacht durch unangenehme Empfindungen in den Beinen (Kribbeln, Ziehen etc.). Manchmal sind zusätzlich zu den Beinen auch die Arme oder andere Körperregionen betroffen.
  • Der Bewegungsdrang und die unangenehmen Empfindungen treten vor allem während Ruhezeiten oder bei Inaktivität (Sitzen, Liegen) auf oder verschlechtern sich in diesen Situationen.
  • Bewegung wie beispielsweise Aufstehen und Umhergehen führt zu einer Besserung der Beschwerden. Diese Besserung hält wenigstens so lange an, bis sich die betroffene Person wieder in Ruhe befindet. Auch anspruchsvolle geistige Tätigkeiten (Computerarbeit, ein spannender Film) können die Beschwerden lindern.
  • Die Beschwerden sind – zumindest zu Beginn der Erkrankung – am Abend und in der Nacht besonders stark ausgeprägt oder treten ausschließlich zu dieser Zeit auf.

Weitere Kriterien können die Diagnose unterstützen

Neben den Hauptkriterien gibt es einige zusätzliche Kriterien zur Diagnose, mit denen man das Restless Legs Syndrom feststellen kann. Diese Zusatzkriterien müssen jedoch nicht bei allen Betroffenen vorhanden sein.

  • Ein oder mehrere Familienmitglieder leiden ebenfalls an RLS.
  • Die Beschwerden lassen bei Einnahme von Levodopa nach (L-Dopa-Test).
  • Im Wachzustand oder beim Schlafen treten periodische Bewegungen der Beine oder Arme (Periodic Limb Movements, PLM) auf.

Weitere Informationen zum Thema „Diagnose des RLS“

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Diagnose bei Kindern

Das Restless Legs Syndrom kann bereits in der Kindheit oder im Jugendalter zum ersten Mal auftreten.

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Untersuchungen

Zusätzlich zu dem ärztlichen Gespräch werden in der Regel verschiedene Untersuchungen durchgeführt.

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Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch

Wenn Sie vermuten, dass Sie unter RLS leiden, sollten Sie sich an eine neurologische Fachpraxis wenden.

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Letzte Aktualisierung: Juni 2022