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Osteoporose-Diagnostik

Was sollte ich über das Messen von Knochendichte wissen?

Ihre Knochen bestehen größtenteils aus Mineralien. Diese Mineralien geben den Knochen ihre harte, innere Struktur. Der Mineralgehalt in Ihren Knochen wird als Knochendichte bezeichnet.

Wir alle verlieren im Alter an Knochendichte und deshalb tritt Osteoporose auch häufiger später im Leben auf. Allerdings gehören Osteoporose und besonders daraus resultierende Frakturen NICHT zum normalen Alterungsprozess. Bei Menschen über 50 Jahre wird die sogenannte „T-Wert”-Messung angewendet, um zu bestimmen, ob die Person an Osteoporose erkrankt ist.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann eine Knochendichtemessung für Sie veranlassen. Die gängigste Methode ist die DXA/DEXA-Messung (dual energy X-ray absorptiometry, deutsch: Doppelröntgenabsorptiometrie).

Was genau ist eine DXA-Messung?

Bei der DXA-Untersuchung misst man mit Hilfe von Röntgenstrahlung die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und am oberen Abschnitt des Oberschenkelknochens. Die Messung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und verursacht eine sehr geringe Strahlenbelastung. Die DXA-Messung ist die einzige Methode zur Messung der Knochendichte, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Dachverband Osteologie e.V. empfohlen wird.

Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei Ihnen ein hohes Osteoporose-Risiko feststellt, übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten von ca. 50 Euro. Wo Sie eine DXA-Messung durchführen lassen können erfahren Sie von Ihrem Osteologen/Ihrer Osteologin oder Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin.

Wie läuft eine DXA-Messung ab?

Diagnose

Wie läuft eine DXA-Messung ab?

  • Das Gerät wird auf Ihr Alter, Ihr Gewicht und Ihre Größe eingestellt.
  • Während der Messung liegen Sie auf einer Liege, die Beine legen Sie erhöht auf einem Kissen ab.
  • Nun vermisst ein Bügel mit Röntgenstrahlen Ihre Lendenwirbelsäule. Dabei müssen Sie ruhig liegen bleiben.
  • Im Anschluss wird Ihre Hüfte vermessen. Dafür müssen Sie Ihre Beine leicht spreizen.
  • Nach ca. 20 Minuten ist die Untersuchung beendet. In der Regel können Sie das Ergebnis direkt mit Ihrem Arzt besprechen.

Das bedeuten die Ergebnisse Ihrer Knochendichtemessung

Sie haben eine Knochendichtemessung durchführen lassen und wollen das Resultat besser verstehen? Dann vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit der folgenden Übersicht.

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Das Untersuchungsergebnis einer DXA-Untersuchung wird als „T-Score” bezeichnet. Dieser T-Score variiert je nach gemessener Knochendichte. Er kann somit ein früher Indikator sein, um Osteoporose frühzeitig zu erkennen. In der Regel können Sie das Ergebnis der Untersuchung unmittelbar im Anschluss mit Ihrem Arzt besprechen. Sein Urteil ist immer maßgeblich. Generell gilt aber Folgendes:

  • Bei einem T-Score von höher oder gleich -1 sind Ihre Knochen nicht von Osteoporose betroffen. Der Wert gilt als normal.
  • Bei einem Wert zwischen -1 bis -2‚5 spricht man von Osteopenie, einer Vorstufe der Osteoporose. Die Knochendichte ist also bereits vermindert. Unter Umständen ist es hier bereits nötig, medikamentös zu behandeln. Das trifft in jedem Fall zu, wenn der Patient bereits eine Fraktur erlitten hat. Weitere Faktoren wie Alter und Geschlecht spielen ebenfalls eine Rolle.
  • Ein T-Score von -2‚5 oder weniger hat die Diagnose Osteoporose zur Folge. In diesem Fall wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mit Ihnen eine individuelle Behandlungsstrategie entwickeln.

Wie bei vielen bildgebenden Verfahren ist es auch bei der DXA-Messung möglich, dass die Ergebnisse durch bestimmte Faktoren verfälscht werden. So kann beispielsweise eine Verkalkung der Wirbelsäule zu einem abweichenden T-Score führen. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich an ein spezielles Osteoporose-Zentrum zu wenden. Fragen Sie dazu am besten Ihren Osteologen/Ihre Osteologin oder Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin.

Unabhängig von dem Ergebnis sollten Sie aber in jedem Fall handeln, wenn Sie einen Knochenbruch hatten, der durch eine geringe Verletzung ausgelöst wurde (z. B. ein Sturz aus Stehhöhe oder ein Stoß). Auch moderne bildgebende Verfahren können verfälscht werden. Gehen Sie daher in jedem Fall sicher und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Hinweis: Sie sollten Ihre Untersuchungsergebnisse in jedem Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.

Weitere Informationen zu Osteoporose:

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Erstellungsdatum: März 2021