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Psoriasis Arthritis – Psoriasis (Schuppenflechte) mit Gelenkbeteiligung

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Justyna, Psoriasis Arthritis

Den Alltag meistern: Erfahren Sie, wie Justyna mit Psoriasis Arthritis ihr Familienleben meistert.

Gelenkschmerzen als typische Krankheitszeichen

Schmerzen in der Hand

Die chronisch entzündliche Gelenkerkrankung Psoriasis Arthritis tritt in Verbindung oder im Gefolge einer Psoriasis (Schuppenflechte) auf. Schätzungsweise zwei Millionen Deutsche leiden unter der chronisch entzündlichen Hauterkrankung – Frauen und Männer gleichermaßen. Die meisten Betroffenen erkranken zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr. Im weiteren Krankheitsverlauf kann sich eine Psoriasis auf die Gelenke niederschlagen, bis zu 30 % aller Psoriasis-Betroffenen entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Psoriasis Arthritis.

Typische Symptome bei einer Psoriasis Arthritis sind Gelenkbeschwerden und tiefsitzende Rückenschmerzen. Charakteristisch ist die sogenannte Daktylitis, also die Entzündung eines ganzen Fingers oder Zehs. Die entzündeten Finger und Zehen erscheinen gerötet und geschwollen ("Wurstfinger", "Wurstzehe"), Druck und Bewegung lösen Schmerzen aus. Das Vorliegen einer Daktylitis gilt als wichtiger Hinweis bei der Diagnose einer Psoriasis Arthritis. Bei vielen Patienten mit Psoriasis Arthritis reagiert auch die Haut: Sie bildet rote, scharf umrissene Flecken, die jucken und silbrig-weiße Schuppen ausbilden. Häufig treten diese Flecken an den Streckseiten von Armen und Beinen (Ellenbogen, Knien) oder auf der Kopfhaut auf. Oft gehen die Hautveränderungen dabei den Gelenkbeschwerden voraus.

Infolge der schwelenden Entzündung kommt es bei Menschen mit Psoriasis und Psoriasis Arthritis überdies häufiger zu Begleit- und Folgeerkrankungen von Herz, Kreislauf und Gefäßen. Auch an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie zum Beispiel Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erkranken Psoriasis-Patienten häufiger.

Zusammenwirken von erblicher Veranlagung und „Triggern“ wie Stress

Stress

Psoriasis und Psoriasis Arthritis gehören zur großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Vermutlich ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren für die chronisch entzündlichen Erkrankungen verantwortlich – darunter die genetische Veranlagung, aber auch Umwelteinflüsse oder Stress. Letztere sind vor allem als Auslöser – beziehungsweise sogenannte „Trigger“ – der wiederkehrenden Schübe von Bedeutung. In diesen akuten Phasen kommt es zu einer gesteigerten Produktion von Entzündungsstoffen und daraus resultierenden Reaktion der Haut und Gelenke.

Bei Psoriasis stets die Gelenke im Blick behalten

Schuppenflechte-Patienten sollten neben ihrer Haut auch ihren Gelenken besondere Aufmerksamkeit widmen. So lässt sich eine Psoriasis Arthritis zeitnah feststellen und mitbehandeln. Durch Blutuntersuchungen und bildgebende Diagnoseverfahren wie Ultraschall oder Röntgen können überdies Entzündungen und Veränderungen an den Gelenken nachgewiesen werden.

Wichtig: Psoriasis ist eine ausgesprochen belastende chronisch entzündliche Hauterkrankung, die in mindestens jedem zehnten Fall auf die Gelenke übergreift. Die frühzeitige Behandlung der Autoimmunerkrankung kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und Folgeschäden vorzubeugen.

Link zum Weiterlesen:

  • Deutscher Psoriasis Bund e.V.
    https://www.psoriasis-bund.de/wissen/psoriasis/
    (letzter Zugriff: 22.07.2020)

  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
    https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html
    (letzter Zugriff: 22.07.2020)

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