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Behandlungsmöglichkeiten für Parkinson-Patienten

Eine ursächliche Behandlung des Morbus Parkinson ist bislang noch nicht möglich; Parkinson ist also derzeit noch nicht „heilbar“. Durch die modernen Therapiemöglichkeiten lassen sich jedoch die typischen Symptome und Beschwerden von Parkinson oftmals über Jahre oder sogar Jahrzehnte gut kontrollieren. Dabei gilt: Die Ausprägung und der Verlauf der Erkrankung sind von Patient zu Patient sehr unterschiedlich – daher muss auch die Behandlung für jeden Patienten individuell angepasst werden. Die Therapie der Parkinson-Erkrankung sollte dabei in jedem Fall rechtzeitig beginnen!

Therapieziele: Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität

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Therapieziele: Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität

Der Morbus Parkinson ist eine sehr komplexe Erkrankung, die sich aufgrund der vielen unterschiedlichen Symptome auf fast alle Lebensbereiche auswirkt. Daher benötigen Parkinson-Patienten in der Regel auch eine komplexe Therapie , die sich aus verschiedenen „Bausteinen“ zusammensetzt. Die Hauptsäule der Behandlung stellt immer die medikamentöse Therapie dar. Daneben sind weitere nicht medikamentöse Maßnahmen, wie Krankengymnastik (Physiotherapie), Sprachübungen (Logopädie) und Bewegungsübungen ebenfalls wichtig. In manchen Fällen können darüber hinaus auch invasive Verfahren wie die Tiefe Hirnstimulation angewendet werden, um die Symptome zu lindern.

Zusammen können die verschiedenen Behandlungsmaßnahmen die Beweglichkeit und damit die Selbstständigkeit der Betroffenen oft lange erhalten und die Lebensqualität so deutlich verbessern.

Therapiestrategien bei Parkinson

  • Medikamentöse Behandlung
  • Krankengymnastik, Logopädie, LSVT®-Training, Ergotherapie
  • Sozialmedizinische und psychologische Beratung (auch für Angehörige)
  • Operative Behandlung

Da die Krankheit im Laufe der Zeit langsam voranschreitet und sich die Bedürfnisse der Patienten verändern, muss die Therapie regelmäßig überprüft und individuell angepasst werden. Schreitet die Parkinson-Erkrankung voran, dann kann es vorkommen, dass die ursprüngliche Medikation nicht mehr zufriedenstellend wirkt. In diesem Fall kann der Arzt einen Wechsel des Medikaments oder eine Kombination aus mehreren Medikamenten verordnen, um die Symptome auch weiterhin gut zu kontrollieren.

Einen wichtigen Stellenwert in der Therapie der Parkinson-Erkrankung haben die Parkinson-Selbsthilfegruppen. Neben der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten Selbsthilfegruppen oft wertvolle Informationen zu Behandlungsmaßnahmen. Darüber hinaus erhalten die Patienten in Selbsthilfegruppen Kraft und Zuspruch und lernen, den Alltag mit ihrer Krankheit besser zu bewältigen.

Experteninterview:
„Welche Medikamente und Therapiemöglichkeiten gibt es?“

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Experteninterview:
„Welche Medikamente und Therapiemöglichkeiten gibt es?“

Video-Beitrag von Dr. med. Michael Lorrain, Facharzt für Nervenheilkunde

Insbesondere die medikamentöse Therapie der Parkinson-Erkrankung richtet sich immer nach den individuellen Vorgaben des Patienten und der Symptomatik. So haben berufstätige Patienten häufig andere Ansprüche an die Beweglichkeit und Eigenständigkeit als Patienten, die nicht mehr mitten im Berufsleben stehen.